Kleinwindanlagen für das eigene Heim
Überlegungen zur Rentabilität
Zur Zeit kostet eine Anlage pro Kilowatt (kW) Nennleistung zwischen 3.000 und 5.000 €. Pro kW Nennleistung ist ein Jahresertrag von 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden (kWh) an elektrischer Energie zu erwarten. Setzt man den Preis für 1 kWh derzeit mit 0,20 € an, dann kann die Anlage jährlich pro kW Nennleistung zwischen 200 und 400 € erwirtschaften. Daraus ergeben sich Amortisationszeiträume von 15 bis 25 Jahren.
Prognose
Weil immer mehr und effektivere Kleinwindanlagen produziert werden, ist mit Preissenkungen zu rechnen. Da der Preis für elektrische Energie auch weiterhin steigen wird, steigt der Betrag, den eine Kleinwindanlage erwirtschaftet, mit. Es darf also gefolgert werden, dass sich die Amortisationszeiträume verkürzen.
Wissenswertes
Beim Vergleich von Kleinwindanlagen unterschiedlicher Hersteller ist zu beachten, dass sich die Nennleistungen auch auf unterschiedliche Windgeschwindigkeiten beziehen können. Die Wahl des Standortes ist von entscheidender Bedeutung, denn der Wind soll möglichst direkt auf das Windrad treffen können. Turbulenzen mindern den Stromertrag und sie senken die Lebensdauer der Anlage. Auch die beste Anlage bringt keinen Nutzen, wenn die Windverhältnisse unzureichend sind! Die Untergrenze für den Betrieb einer Kleinwindanlage liegt bei einer durchschnittlichen Jahreswindgeschwindigkeit von 4 m/s. Eine rentable Investition ist ab 7 m/s zu erwarten.
Der deutsche Wetterdienst bietet Windkarten an, die das Windpotential 10m über Grund angeben (Informationen unter www.dwd.de). Detaillierte regionale Karten sind meist kostenpflichtig.
Bürokratie
Die Genehmigungslage ist in Deutschland nicht einheitlich. Sie wird durch die Bundesländer geregelt. Die örtlichen Bauämter geben darüber Auskunft, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist und welche Unterlagen dafür beizubringen sind.
Eine empfehlenswerte Homepage bietet der Bundesverband WindEnergie e.V. http://www.wind-energie.de/de/.