Planung und Auslegung1. Die Heizlastberechnung
Die Heizlastberechnung erfolgt durch einen Architekten oder Gebäudeenergieberater. Sie ist in der Raumliste für das jeweilige Projekt dokumentiert und dient als Basis für das weitere Vorgehen.
Die Heizlastberechnung - die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr - erfolgt standardisiert nach DIN EN 12831. Die Norm beschreibt das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast:
Die Heizlast wird in Watt angegeben.
Für das Vitramo-Heizsystem ist nur das Berechnungsverfahren für einen beheizten Raum relevant, da die Wärme nicht zentral für das gesamte Gebäude, sondern dezentral direkt und ohne Wärmeverlust im Raum durch das jeweilige Heizelement erzeugt wird.
Die gesamte Heizlast wird aus der Summe der Wärmeverluste durch
und der Aufheizleistung für jeden Raum einzeln bestimmt.
Da die Vitramo-Heizelemente die aufgenommene elektrische Energie nahezu zu 100 % in Wärme umsetzen, gilt in der Praxis: 1 Heizelement mit 550 Watt Nennleistung deckt eine Normheizlast von 550 Watt ab!
2. Das Vitramo-Heizsystem
2.1 Prinzip
Um das Vitramo-Heizsystem optimal auslegen zu können, wird es nicht nur nach DIN EN 12831 geplant, sondern darüber hinaus den besonderen Gegebenheiten des Gebäudes angepasst. Dazu wird in der Planungsphase ein Gebäude abhängig von seiner Größe und Nutzung in Räume, Bedarfszonen und Heizbereiche gegliedert.
Jeder Raum ist eine Bedarfszone oder er ist in mehrere Bedarfszonen untergliedert.
Eine Bedarfszone stellt einen Raum/Raumbereich dar, die durch ihre spezifische Art der Nutzung und Bedingungen wie Kühlung, Be- und Entlüftung, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtungsstärke ect. bestimmt ist.
Im einfachen Fall ist die Raumgröße gleich der Größe der Bedarfszone. In einen oder mehrere Heizbereiche werden die Bedarfszonen dann untergliedert, wenn
2.2 Komponenten
2.2.1 Raumthermostate
Zur Steuerung der Vitramo-Heizelemente arbeiten das Steuergerät und die Raumthermostate im Verbund. Jede Bedarfszone benötigt zur Regelung der Lufttemperatur einen digitalen Raumthermostat:
VT D Digitaler Raumthermostat als Wandgerät
3 Tasten: Modus/+/-, Relaisausgang: 2A Batteriebetrieb, 1 AAA im Lieferumfang enthalten
VTF D Funkthermostat mit Empfangsgerät
Stand-/Wandgerät, Relaisausgang 16A, 3 Tasten: Modus/+/-, Batteriebetrieb, 2 AAA im Lieferumfang enthalten
VT D-P Digitaler Raumthermostat als Wandgerät
Programmierbar über zentralen Drehknopf, Wochen- und
Tagesprogrammierung, Betriebsarten: Auto, Komfort, Absenkung, Frostschutz
Relaisausgang: 5A, Batteriebetrieb, 2 AAA im Lieferumfang enthalten
VTF D-P Funkthermostat mit Empfangsgerät
Stand-/Wandgerät, Relaisausgang 16A, Programmierbar über zentralen Drehknopf, Wochen- und Tagesprogrammierung, Betriebsarten: Auto/Komfort/Absenkung/Frostschutz, Batteriebetrieb, 2 AAA im Lieferumfang enthalten
2.2.2 Steuergerät und Lastrelais
DS-P Digitales Steuergerät
Das digitale Steuergerät kann einen Heizbereich, der ein oder mehrere Heizelemente umfasst, steuern. Dabei kann das DS-P Heizelemente bis zu einer Gesamt-Nennleistung von 2300 W schalten.
Abmessung 90 x 22,5 x 60 mm; Reiheneinbaugerät für Montage als Teileinheit auf der Tragschiene; Nennschaltleistung 10A/250VAC
LSE Lastrelais 16A
Abmessungen: 90 x 18 x 58 mm; Nennschaltleistung 16A/250VAC, Reiheneinbaugerät für Montage als Teileinheit auf der Tragschiene. Niedriger Steuerleistungsbedarf, daher sehr geringe Wärmeerzeugung. Geringes Schaltgeräusch. Ansteuerungsanzeige mit Leuchtdiode. Integrierte Freilauf-/Löschdiode (A1= +, A2 = -).
Das digitale Steuergerät DS-P kann einen Heizbereich, der ein oder mehrere Heizelemente umfasst, steuern. Dabei kann das DS-P Heizelemente bis zu einer Gesamt-Nennleistung von 2200 Watt schalten.
Übersteigt in einem Heizbereich die installierte Gesamt-Nennleistung 2200 Watt, dann müssen die Heizelemente über zusätzliche Relais Typ LSE geschaltet werden, die vom DS-P gesteuert werden. Jedes LSE kann Heizelemente bis zur Gesamt-Nennleistung von 3600 Watt schalten.
Vitramo Steuerungs- und Regelungstechnik
2.2.3 Heizelemente
Alle Vitramo-Heizelemente sind mit einem Sensor versehen, der die Oberflächentemperatur der Heizschicht misst.
VH
Heizelement der Baureihe VH für die Montage an der Decke oder an Seilen abgehängt.
VH-I
Heizelement der Baureihe VH-I für den Einbau in die Deckenverkleidung
VL
Heizelement der Baureihe VL für die Montage an der Wand
VL-I
Heizelement der Baureihe VL-I für den Einbau in die Wandverkleidung
Installation und Montage der Heizelemente
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