SolarstromheizungEine Solarstromheizung ist die Kombination aus Photovoltaikanlage und Vitramo-Heizsystem. Dabei nutzt die Infrarotheizung den von der PV-Anlage auf dem eigenen Dach erzeugten Solarstrom, um das Gebäude mit wohliger Strahlungswärme zu versorgen.
Das Kriterium der Solarstromheizung ist dann erfüllt, wenn der Wärmebedarf zu mehr als 50 % aus solarer Stromerzeugung gedeckt werden kann.
Auf diese Weise wird nicht nur die EnEV und das EEWärmeG erfüllt, sondern die Solarstromheizung arbeitet bei geringem Heizwärmebedarf des Gebäudes wirtschaftlicher als herkömmliche Heizsysteme, da bei gleicher Investitionssumme die PV-Anlage mehr Energie erzeugt, als zu Heizzwecken überhaupt benötigt wird.
Die restliche Energie wird als Haushaltsstrom genutzt und/oder in das öffentliche Netz eingespeist und mit den gültigen Tarifen für „Selbstnutzung" und „Einspeisung" vergütet.

So funktioniert es:
Der von der PV-Anlage (1) erzeugte Gleichstrom wird durch den integrierten Wechselrichter im Energiemanager (2) in Wechselstrom umgewandelt. Der Energiemanager sorgt dafür, dass die aktuell nicht benötigte Strommenge im Speicher (3) abgelegt wird.
Bevor der produzierte Strom in den Kreislauf gelangt, wird die Strommenge am Solarstromzähler (4) erfasst. Bei Sonnenschein und vollem Speicher wird die übrige Strommenge in das öffentliche Netz eingespeist. Ist der Speicher leer und die PV-Anlage kann den Bedarf allein nicht decken wird aus dem öffentlichen Netz Strom bezogen. Die Strommengen, die in das oder aus dem öffentlichen Netz fliesen zählt der Einspeise-/Bezugszähler (5). Danach fliest der Bedarfstrom über den Verteiler (6) an das Vitramo Heizsystem (7) und weitere Verbraucher (8).
Förderung des Eigenverbrauchs von Solarstrom
Seit der Änderung des Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) im Jahr 2009 liegt die Vergütung für jede selbstgenutzte Kilowattstunde Solarenergie über der Einspeisevergütung.
Voraussetzung, um diese zusätzliche Vergütung zu erhalten ist, dass bei Neuanlagen der Solarstrom in unmittelbarer Nähe zur erzeugenden Anlage verbraucht wird (vgl. § 33 Abs. 2 EEG 2009).
Da der haushaltsübliche Bedarf an elektrischer Energie, wenn diese nicht zu Heizzwecken genutzt wird, vergleichsweise gering ist, bietet das Vitramo-Heizsystem eine kostengünstige Möglichkeit, an der zusätzlichen Einspeisevergütung in größerem Umfang teilzuhaben.
Bildergalerie - Eigenverbrauch von Photovoltaik-Strom (PV-Strom).
Das Vitramo Heizsystem im Neubau. Das Gebäude verfügt über eine dachintergrierte Photovoltaikanlage. Die Infrarotheizung ist mit der PV-Anlage kombiniert. Der Eigenverbrauch wird durch die Heizung deutlich gesteigert. Über das Jahr gesehen, wird mehr regenerativer Strom erzeugt, als im Winter für das Heizen benötigt wird. Die Vitramo Heizelemente wurden deckenintegriert installiert. Die Deckenheizung ist so zugleich ein raumgestaltendes Element.
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Das Vitramo-Heizsystem und die EnEV
Das Vitramo-Heizsystem lässt sich wie folgt mit den Forderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des EEWärmeG in Einklang bringen:
Vitramo in Verbindung mit einer Anlage zur Erzeugung Erneuerbarer Energie.
Befreiungstatbestände nach EnEV und EEWärmeG.
Beispielrechnung: Effizienz Photovoltaik und Vitramo Infrarotheizung
Hinweise zur Auslegung zu § 5 Energieeinsparverordnung (EnEV) - Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien finden Sie hier.
